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Pfarrer Jakob Stehle


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Kleines Begriffslexikon


NATUR



Der Begriff "Natur" (aus dem Lateinischen sowohl "entstehen" als auch "geboren werden" hat im Laufe der Geschichte viele Bedeutungen angenommen.
Wir unterscheiden zwischen der "belebten Natur" (z.B. Tiere und Pflanzen) und der "unbelebten Natur" (z.B.Steine). Der Ausdruck "belebte Natur" meint also alles, was "Leben" in sich trägt. Steine haben kein biologisches Leben.

Natur und Kultur stehen sich gegenüber. Im Laufe der Geschichte des Menschen hat das zu einer Auseinandersetzung zwischen beiden geführt.
Die Epikuräer glaubten nicht, daß der Mensch Einfluß habe auf die Natur und die Geschichte und Götter spielten bei ihnen keine große Rolle.

So meint der philosophischer Begriff (vgl. Naturphilosophie) das, was natürlich (der Natur entstammend) und was nicht natürlich ist, vom Verhältnis der Menschen zu ihrer Umwelt geprägt. In diesem Zusammenhang steht Umwelt für das Nicht-Ich, das außerhalb des Ego des Menschen ist. Gerade heute findet eine rege Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur statt. Die Natur hat - nach all den vielen Naturzerstörungen - wieder Beachtung gefunden. Liegt es daran, daß auch wir Menschen (Kultur) nicht ohne Natur leben können? Natur, so könnte man sagen, lebt in einer Symbiose mit der Kultur.

Im Alten Testament finden wir den Begriff "Natur" nicht. Hier ist der Begriff "Schöpfung" zu finden als das Werk des Schöpfers. Diese Schöpfung ist von Gott gewollt. Sie ist der Lebensraum des Menschen.

Im Neuen Testament dagegen finden wir in den Briefen den Gebrauch von Natur als Gegensatz zu "Geist" (Epheser 2,3; 2.Petrus 2,12; Jakobus 3,7). Wir hören sowohl von der "Natur" als einer Art, die dem geistlichen gegenübersteht, als auch von der "göttlichen Natur" (2.Petrus 1,4). Die Natur wird auch als Gegebenheit gesehen, die auch positiv verstanden wird (1.Kor.11,14 - "lehrt euch nicht auch die Natur...?; vgl. auch Römer 1,26 im Blick auf den Geschlechtsverkehr). Allerdings wird immer wieder gezeigt, daß das Geistliche und das Natürlich sich widerstehen (1.Kor.2,14). Paulus darf sagen: "Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib." - 1.Kor.15,44.

Innerhalb der Wissenschaft wird Natur sehr unterschiedlich konzipiert, meistens wird davon ausgegangen, dass sich die Naturwissenschaft mit der Natur oder zumindest einem Teil von ihr beschäftigt, während die Geisteswissenschaften sich mit dem Menschen beschäftigen.
Die Bibel kennt keine "Naturverehrung" oder gar "Naturanbetung" (im Gegensatz zu den Kulten der Astarte oder Baal. Dagegen sieht sie alles, Natur und Mensch, unter Gottes barmherziger Hand.

  • Siehe auch Natürlicher und geistlicher Mensch

    Siehe auch:

    JESUS CHRISTUS


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